Zum Inhalt springen

Farbmodi
Schriftgröße
Weitere Optionen

Aktuelles

Das Momentum nutzen: Die BUGA als Booster für Dresdens Stadtentwicklung

2033 kommt die Bundesgartenschau (BUGA) nach Dresden und damit erstmals nach Sachsen. Welches Potenzial dieses Großereignis für die Stadt entfalten kann, unterstreicht die nun vorliegende Fortschreibung der BUGA-Konzeption.

Heute, Freitag, 21. November 2025, stellte Oberbürgermeister Dirk Hilbert zusammen mit zahlreichen BUGA-Partnern aus Stadt und Region sowie Wissenschaft und Wirtschaft den aktuellen Planungsstand vor. Unter dem Leitmotiv „MOMENTUM BUGA DRESDEN 2033 – Wir pflanzen Zukunft“ geht es nun gemeinsam in die nächste Phase der Umsetzung.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert: „Die BUGA 2033 ist unsere Chance, Dresden grüner, lebenswerter und zukunftsfähiger zu machen. Eine solche Gelegenheit ist einmalig. Nutzen wird jetzt das Momentum, um die großen Themen von Morgen anzupacken:

Alle reden vom Wandel – wir gestalten ihn!“

Die BUGA 2033 wird weit mehr sein als ein Schaufester für Blumen: Sie wird Motor und Symbol der nächsten großen Transformation städtischer Räume. Sie verbindet Menschen, Natur und Stadt zu einem lebendigen Zukunftsprojekt, das weit über das Jahr 2033 hinauswirkt. So zeigt die BUGA-Konzeption bereits Eckpunkte für einen Dauerbetrieb von Flächen ab 2034 auf. Bundesgartenschauen führen nachweislich zu über Jahre und Jahrzehnte nachwirkenden positiven Effekten wirtschaftlicher, ökologischer, sozialer und städtebaulicher Art.

Was ist geplant?

Mit der Fortschreibung der BUGA-Konzeption werden die bisherigen Planungen aus der Machbarkeitsstudie von 2023 an die aktuellen finanziellen, organisatorischen und stadtgesellschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst. Ziel ist es, Prioritäten und Schwerpunkte zu setzen sowie die strategische Grundlage für die nächsten Planungsschritte zu definieren.

Die BUGA 2033 knüpft an viele bereits bestehende Pläne der Stadt an – darunter das vorgelegte Klimaanpassungskonzept, der Hitzeaktionsplan und das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK). Sie bringt diese verschiedenen Ansätze zusammen und macht deren Ziele für alle sichtbar und erlebbar. So soll die Bundesgartenschau dazu beitragen, Dresden widerstandsfähiger gegen Klimafolgen zu machen, das Mikroklima in der Stadt zu verbessern und Flächen künftig nachhaltiger zu nutzen.

Mit den im Rahmen der BUGA mobilisierbaren Ressourcen sollen maximale städtebauliche, ökologische und gesellschaftliche Wirkung erzielt werden. Die BUGA konzentriert sich auf zwei zentrale Entwicklungsachsen mit einer Größe von etwa 100 Hektar, die Dresden langfristig prägen werden:

Geplant sind Investitionen von rund 120 Millionen Euro, die sich auf drei KernarealeSüdpark (39 Millionen Euro), Galopprennbahn (39 Millionen Euro), Kiesseen Leuben (19 Millionen Euro) sowie weitere städtische Entwicklungsbereiche wie das Stadtzentrum und Prohlis verteilen. Das Investitionsvolumen setzt sich aus 60 Millionen Euro

Eigenmitteln der Stadt Dresden und 60 Millionen Euro Fördermitteln zusammen. Im Vergleich zur Machbarkeitsstudie von 2023 entfallen keine Standorte vollständig aus der BUGA-Konzeption.

„Jetzt schaffen wir die planerischen und organisatorischen Grundlagen, damit aus Visionen konkrete Projekte werden. Dieses Momentum tragen wir gemeinsam – mit klarer Richtung, realistischen Zielen und der Überzeugung: Dresden kann Zukunft pflanzen“, erklärt Marcel Timmroth, Geschäftsführer der BUGA Dresden 2033 gGmbH.Auch die Erinnerungskultur bleibt Teil der BUGA-Konzeption. Orte wie der Proschhübel und der St.-Pauli-Friedhof werden in Ausstellungen, Führungen und digitalen Formaten einbezogen. So verbindet die BUGA Vergangenheit und Zukunft, Erinnerung und Erneuerung.

Wer ist schon dabei?

Ein zentraler Baustein für die Entwicklung einer lebenswerten Stadt ist die enge Kooperation mit starken Partnern aus Wissenschaft, Region und Wirtschaft. TU Dresden und HTW Dresden geben wissenschaftliche Impulse. Die Kommunen aus der Region bringen sich als Außenstandorte ein. Und mit dem privaten Wohnungsunternehmen Vonovia SE engagiert sich ein erster Partner aus der Wirtschaft für die BUGA. Im Fokus dieser Zusammenarbeit stehen Stadtquartiere mit besonderen Entwicklungsbedarfen. Vonovia und Stadt schließen eine weiterführende Vereinbarung zur Unterstützung derUmsetzung des Masterplan Prohlis 2030+ sowie der BUGA 2033.

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert betont: „Mit dem Masterplan Prohlis 2030+ und dem Konzept zur BUGA 2033 haben wir ganz bewusst einen Schwerpunkt in der Entwicklung des Stadtteils Prohlis und der angrenzenden Gebietsentwicklung gesetzt und haben uns in unserer im Jahr 2022 geschlossenen Absichtserklärung mit Vonovia auf eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung des Stadtteils verständigt. Es freut mich daher sehr, dass wir mit Hilfe der Unterstützung von Vonovia nun zusätzliche Möglichkeiten haben, investive Projekte in diesem Rahmen umsetzen zu können. Vonovia bekräftigt damit sein Engagement in den Standort und als wichtiger Partner unserer Stadt.“

Wie können sich die Dresdnerinnen und Dresdner einbringen? Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Teilhabe und Beteiligung. In den kommenden Jahren wird die Stadtgesellschaft über Dialogformate, Bürgerwerkstätten sowie Kinder- und Jugendprojekte aktiv in die Planung einbezogen. Unter dem Motto „Wir pflanzen Zukunft“ gestalten Bürgerinnen und Bürger, Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam eine lebenswerte Stadt von morgen.

Was sind die nächsten Schritte?

Die Landeshauptstadt Dresden wird die aktualisierte BUGA-Konzeption nun den Gremien vorstellen und die nächsten Schritte zur Umsetzung einleiten. Eine Beschlussfassung im Stadtrat wird zu Beginn des Jahres 2026 angestrebt. Für Mitte 2026 ist die Veröffentlichung der Auslobungsunterlage für einen Wettbewerb für Garten- und Landschaftsarchitektinnen und -architekten vorgesehen. Dabei entstehen konkrete Ideen und Entwürfe, wie BUGA-Kernbereiche künftig aussehen und genutzt werden können.

Mit dem Wettbewerbsentscheid startet die konkrete Bauplanung der BUGA- Daueranlagen und erste Bautätigkeiten ab 2029. Bereits im Vorfeld sollen vorgezogene Maßnahmen, insbesondere zur Einrichtung der Badestelle am Kiessee Leuben erfolgen.Die BUGA Dresden 2033 gGmbH ist federführend verantwortlich für die Schärfung der Konzeption, der Abstimmung von Förder- und Finanzierungsfragen sowie für die Wettbewerbsphase. Parallel koordiniert sie Beteiligungs- und Kommunikationsprozesse und steht hierzu eng mit städtischen Fachbereichen, dem Freistaat Sachsen, der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft und weiteren Partnern im Austausch.

Teilen via

Label