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Mehr als 800 Kinder- und Jugendliche gestalten die BUGA Dresden 2033 aktiv mit

Mehr als 800 Kinder und Jugendliche aus 13 Dresdner Schulen haben sich von September 2025 bis Februar 2026 intensiv mit der Bundesgartenschau 2033 beschäftigt. In insgesamt 20 Workshops entwickelten sie Ideen für die Gestaltung der BUGA-Kernareale. Die Ergebnisse wurden nun öffentlich vorgestellt und an die Stadtverwaltung sowie die BUGA Dresden 2033 gGmbH übergeben.
Der Beteiligungsprozess wurde von der Kinder- und Jugendbeauftragten der Landeshauptstadt Dresden als Koordinations- und Anlaufstelle für den gesamten Beteiligungsprozess gemeinsam mit Partnern umgesetzt und durch die BUGA Dresden 2033 gGmbH finanziell unterstützt.
Den Abschluss der ersten Phase bildeten zwei Auswertungsveranstaltungen am 19.März 2026 im Kinder-, Jugend- und Familienhaus Plauener Bahnhof sowie am 25. März 2026 im Café Luby in Dresden-Leuben.Oberbürgermeister Dirk Hilbert würdigt das Engagement: „Die Ideen und Perspektiven der Kinder und Jugendlichen zeigen eindrucksvoll, wie engagiert und kreativ sich junge Menschen mit der Zukunft ihrer Stadt auseinandersetzen. Die BUGA 2033 bietet uns die Chance, Dresden gemeinsam weiterzuentwickeln und dazu gehört es selbstverständlich, die Stimmen der jungen Generation ernst zu nehmen und in die Planung einzubeziehen.“
Die Kinder- und Jugendbeauftragte der Landeshauptstadt Dresden, AnkeLietzmann, betont: „Die BUGA 2033 ist eine große Chance für Dresden und sie soll auch eine Chance für junge Menschen sein. Deshalb war es uns wichtig, Kinder und Jugendliche von Anfang an einzubeziehen. Über 800 junge Dresdnerinnen und Dresdner haben ihre Ideen, Wünsche und Perspektiven eingebracht. Diese Vielfalt an Stimmen ist ein großer Gewinn für den Planungsprozess. Ihre Anregungen fließen nun in den Auslobungstext für die Planerinnen und Planer ein und helfen dabei, dass eine BUGA entsteht, die auch aus Sicht junger Menschen attraktiv, lebendig und zukunftsorientiert ist. Beteiligung ist dabei nicht nur ein wichtiger Bestandteil guter Stadtentwicklung, sondern auch ein klarer Auftrag an Kommunen, junge Menschen bei Entscheidungen, die ihre Lebenswelt betreffen, einzubeziehen.“
In analogen und digitalen Formaten entwickelten die Teilnehmenden ihre Vorschläge für die BUGA-Kernareale. Im Fokus standen der Südpark und die Leubener Kiesseen sowie die BUGA-Kategorien Freiraumgestaltung, soziale und kulturelle Angebote und bauliche Anlagen.
Unter der Koordination der Kinder- und Jugendbeauftragten wurde der Prozess durch das Kinder- und Jugendbüro Dresden sowie die KulturLeben UG unterstützt. Ein explizit für die Kinder und Jugendlichen entwickeltes digitales Beteiligungstool des Dresdner Start-up Scenerii brachte regionale Innovationskraft in die Beteiligung ein. Im Rahmen der Workshops erkundeten die Schülerinnen und Schüler zunächst die Flächen vor Ort und entwickelten darauf aufbauend ihre Konzepte. Während Gymnasien und Oberschulen ihre Ideen in digitalen Modellen visualisierten, setzten Kinder aus Grund- und Förderschulen ihre Vorstellungen kreativ in physischen Modellen um.
Dabei traten folgende konkrete Wünsche für die BUGA-Kernareale am häufigsten in den Vordergrund:
- Leubener Kiesseen: Bäume, Sonnenliegen inkl. Überdachung und Sitzmöglichkeiten, ein Kiosk, Mülleimer sowie ein Steg; Lagerfeuer, Zeltplätze sowie Feedback-Säulen
- Südpark: Spielplatz, Fußballplatz, See bzw. Teich sowie ein Insektenhotel, Kiosk, Mülleimer, ein Aussichtsturm sowie ein (Spring-) Brunnen, Feuer-/ Grillstellen, Graffitiwand sowie eine Chillecke
„Die BUGA 2033 gestaltet nicht nur neue Grünflächen. Sie schafft zugleich Zukunftsräume für kommenden Generationen. Orte, an denen Kinder und Jugendlichesich entfalten, begegnen und ihre eigene Stadt mitgestalten können. Gerade ihre Perspektiven sind es, die uns den Blick nach vorn öffnen. Deshalb ist es ein zentrales Anliegen, ihre Stimme frühzeitig einzubinden und ihre Ideen zu einem festen Bestandteil der Planung zu machen“, sagt Marcel Timmroth, Geschäftsführer der BUGA Dresden 2033 gGmbH.
Auch die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft unterstützt die aktive Kinder- und Jugendbeteiligung. Geschäftsführer Dr. Achim Schloemer erklärt:
„Bundesgartenschauen zeigen, wie wichtig grüne Freiräume für lebenswerte Städte sind. Wenn Kinder und Jugendliche an der Gestaltung beteiligt werden, erleben sie, dass ihr Engagement Wirkung hat.“ Die Auswertungsveranstaltungen markieren den Auftakt eines langfristigen Beteiligungsprozesses. Die eingebrachten Ideen werden auf ihre Umsetzung geprüft und tragen dazu bei, die BUGA 2033 aus Sicht junger Menschen aktiv mitzugestalten.